🇩🇪 Nagelsmanns Risiko: Karl, Brown, keine echte Neun
Julian Nagelsmann hat am 21. Mai seinen Kader benannt — und zwei Namen sorgen bis heute für Diskussionen. Lennart Karl, 17, RB Leipzig. Tom Bischof, 20, Hoffenheim. Beide stehen im 26-Mann-Aufgebot. Beide haben bisher kaum Länderspielminuten.
"Pink, frech, freundlich" nennt ihn die Sportschau. Karl bringt das mit, was dem DFB-Spiel seit Jahren fehlt: Tempo, Dribbling, Unberechenbarkeit auf der linken Außenbahn. Eine Wette auf den Turnierfußball — und auf den Mut, einen Teenager in den entscheidenden Spielen zu bringen.
Bischof wiederum gilt als Sechser mit Übersicht. Auf der Doppelsechs neben Kimmich könnte er die Rolle übernehmen, die Goretzka seit Jahren nicht stabil ausfüllen konnte. Die Position ist umkämpft. Groß wird's für den Youngster nur, wenn er sie bekommt.
Was bleibt offen? Die Sturmspitze. Havertz hängt zwischen den Positionen, Füllkrug ist mit 32 nicht mehr der Alptraum jedes Innenverteidigers. Polymarket sieht Deutschland bei 5,5 Prozent Titelchance — Platz 7, hinter Frankreich und Spanien, aber vor den USA und Uruguay. Die Quote spiegelt, was alle sehen: Stärke in der Breite, Fragezeichen im Zentrum des Angriffs.
Curacao wartet am 14. Juni. Das wird keine Generalprobe, das wird ein Ernstfall.